Dürfen Zimmerpflanzen nach draußen oder Gartenpflanzen nach drinnen? Eine Zimmerpflanze liebt Wärme und oft gefiltertes Licht, eine Gartenpflanze findet Kälte kein Problem und liebt im Allgemeinen Licht. Es hängt vor allem mit der Temperatur zusammen, in der die Pflanze ursprünglich wächst, oder ob eine Pflanze eine Innen- oder Außenpflanze ist.
Gartenpflanzen nach drinnen
Gartenpflanzen können vorübergehend im Wohnzimmer stehen. In der Winterzeit darf die Christrose (Helleborus niger) zum Beispiel eine Weile nach drinnen. Da diese Staude wunderschön um Weihnachten herum blüht, können Sie sie drinnen zusätzlich genießen. Verarbeiten Sie die Pflanze zum Beispiel in einem dekorativen Stück für Weihnachten. An einem kühlen Ort bleibt die Christrose länger schön. Achten Sie darauf, dass der Wurzelballen nicht austrocknet, lassen Sie die Erde aber zwischen zwei Gießvorgängen trocknen. Auch ein immergrünes Ziergras wie die Segge (Carex), der Bergtee (Gaultheria) mit roten Beeren, Skimmia und Frühjahrszwiebeln wie die Narzisse können eine Weile drinnen stehen. In der Sommerzeit können Lavendel, Thymian, Rosmarin und andere Kräuter aus einem warmen und trockenen Klima auch nach drinnen. Sie fühlen sich auf einer warmen Fensterbank wohl.
Wenn die Gartenpflanzen zu lange drinnen stehen, sind sie besonders anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Im Haus ist es viel zu warm für sie, auch die Luft ist vor allem im Winter sehr trocken. Daher können Gartenpflanzen am besten direkt nach der Blüte wieder nach draußen. Lassen Sie sie sich langsam an die Außentemperatur gewöhnen, dann können Sie sie im Garten auspflanzen.
Zimmerpflanzen nach draußen
Umgekehrt können Zimmerpflanzen im Frühjahr nach draußen. Sie bekommen jetzt mehr Licht als drinnen und viele Arten werden sogar besser wachsen und blühen, wenn sie eine Zeit lang draußen stehen können. Das gilt zum Beispiel für eine Orchidee, eine Chinesische Rose (Hibiscus rosa-chinensis), Azalee, Pelargonium, das kleine Pflänzchen ‘Schlafzimmerglück’ (Soleirolia) und Fatsia. Auch Sukkulenten wie Echeveria, Crassula und Agave.
Die Zimmerpflanzen dürfen nach draußen, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Dies ist in der Regel etwa Mitte Mai. Lassen Sie die Zimmerpflanzen langsam an die Außentemperatur gewöhnen (Abhärten). Vorsicht vor starker Sonne, die Zimmerpflanzen sind dies nicht gewohnt, und viele Arten vertragen sie nicht gut. Stellen Sie die Töpfe an einen geschützten Ort, außerhalb der prallen Sonne. Untersetzer unter den Töpfen sind in Ordnung, aber es darf kein Wasser darin stehen bleiben. Wenn es im Herbst kälter wird, müssen die Zimmerpflanzen wieder nach drinnen, jedenfalls bevor es zu frieren beginnt.
Text Modeste Herwig
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