Feigen werden mit mediterranen Ländern assoziiert, wo der Strauch ursprünglich herkommt. Aber auch in unserem Klima gedeiht die Ficus carica hervorragend. Es ist eine sehr dekorative Blattpflanze, die außerdem essbare Früchte produziert.
Das große Blatt der Feige ist sehr dekorativ, allein dafür würde man schon eine Ficus carica im Garten haben wollen. Die Feige lässt im Herbst ihre Blätter fallen, um im Frühjahr wieder auszutreiben. Außerdem geht es um die herrlich süßen, saftigen Früchte. Bei einem etwas älteren Strauch kann man dort jährlich im Herbst Eimer voll davon ernten. Herrlich zum frischen Naschen, aber auch gut zu verarbeiten in einem Kuchen oder als Marmelade. Die kleinen Feigen wachsen im Herbst, sie reifen im nächsten Jahr im August-September.
Standort
Pflanzen Sie eine Feige am besten im Frühjahr an einem sonnigen und warmen Platz. Zum Beispiel in der Nähe einer Südmauer. Eine Steinmauer ist ideal, diese strahlt auch abends noch Wärme ab. Haben Sie keine Südmauer, sorgen Sie in jedem Fall für einen geschützten Platz vor kaltem Wind. Ein Gewächshaus oder eine Veranda ist ideal. Der Boden darf an der trockenen Seite sein und muss gut entwässern. Ein Feigenstrauch kann bis zu vier Meter hoch und auch ein paar Meter breit werden, dafür ist also Platz erforderlich. Glücklicherweise können Sie die starke Feige auch als Spalierbaum anbauen. Alle Äste werden dann in einer flachen Ebene geführt, zum Beispiel an einer Wand. So nimmt die Ficus carica fast keinen Platz ein, aber Sie können trotzdem reichlich Früchte pflücken. Eine Feige auf Stamm nimmt auch viel weniger Platz ein und kommt schön über einer niedrigeren Bepflanzung heraus, zum Beispiel von Lavendel oder Lampenputzergras. Eine Feige wächst meist nicht so gut in einem Topf und ist dann auch viel empfindlicher gegenüber Frost. Es gibt auch Feigen auf einem hohen oder einem niedrigen Stamm. Ein etwas älteres Exemplar ist sehr besonders als Solitär im Garten.
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Eigene Feigen anbauen
Kultivieren Sie die Feige in relativ armem Boden, Düngung ist kaum erforderlich. In reichhaltigem Boden wird die Feige zu schnell wachsen, die dann entstehenden langen, weichen Triebe sind empfindlich gegenüber Frost. Ein Wachstum von etwa 30 cm pro Jahr ist ausreichend.
An einem geschützten Ort ist der Anbau im Freien Boden möglich, Ficus carica kann aber auch als Kübelpflanze kultiviert werden. Strenge Winter können ein Problem darstellen. Nicht alle Sorten sind winterhart. Eine Feige im Topf hat den Vorteil, dass sie frostfrei im Schuppen überwintern kann (nicht vergessen, ab und zu zu gießen). Die meisten ausgewachsenen Pflanzen vertragen etwa -10 °C Frost, die Früchte vertragen -5 °C. Wird es kälter oder gibt es einen kalten Wind aus Norden oder Osten, verpacken Sie den Strauch dann vorübergehend mit Schilfmatten, Noppenfolie, Vlies oder Jute und Stroh.
Es ist ratsam, eine benannte Sorte zu wählen, wenn es Ihnen um eine reiche Ernte an Früchten geht. Bei der gewöhnlichen Art kann es vorkommen, dass die Äste kaum Früchte tragen oder die Feigen nicht reifen. Eine der besten Feigen mit herrlichen Früchten ist ‘Brown Turkey’. Aber es gibt auch verschiedene neue Gartenformen mit besonders leckeren Früchten, wie ‘Pastiliere’ mit blauroten Früchten und ‘Violet Dauphine’ mit violettbraunen Früchten. Oder entscheiden Sie sich für die besondere ‘Ice Crystal’. Das fein eingeschnittene Blatt ähnelt einem Eiskristall. Diese besondere Feige ist auch als Hochstamm erhältlich, dafür findet sich immer ein Plätzchen.
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Winterharte Feigen
Wählen Sie winterharte Feigen, die Frost vertragen. Wie zum Beispiel:
- Ficus carica
- Ficus carica ‘Ice Crystal’
- Ficus carica ‘Violet Dauphine’
- Ficus carica ‘Brown Turkey’
- Ficus carica ‘Rouge de Bordeaux’
- Ficus carica ‘Pastiliere’
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Schneiden von Feigenbäumen
Äste zurückschneiden kann man Ende November/Anfang Dezember, sofern es nicht friert, oder Ende Juni. Es geht dann vor allem darum, Äste auszudünnen oder zu entfernen, die im Weg sind.
Sehen Sie sich alle unsere Feigenbäume oder Obstbäume an.
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