Tipps für die Begrünung Ihres Gartens

Begrünen

Mehr Pflanzen, weniger Steine. Das ist die Idee hinter der Begrünung von Gärten. Grüne Gärten sind gut für die Biodiversität, sorgen für Abkühlung, leiten Regenwasser ab und machen Menschen glücklicher.

Viele Organisationen, Gemeinden und Unternehmen fördern grüne Gärten. So gibt es das NK Tegelwippen, die Woche des Grünen Gartens und die Aktion ‚Tegel raus, Pflanze rein‘. Aber Sie können Ihren Garten das ganze Jahr über begrünen! Unsere Tipps für eine Gartenumgestaltung.

Warum Fliesen durch Pflanzen ersetzen

Das ideale Verhältnis für einen Garten ist ein Drittel Verdichtung und zwei Drittel Grün; machen wir daraus 30% - 70%. Diese 30% Verdichtung sind für eine Terrasse oder einen Gartenweg, müssen aber nicht unbedingt aus Fliesen bestehen, es kann auch eine halbverdichtung sein, wie z. B. Kies. Denn je weniger Steine, desto besser.

Hitzebelastung vermeiden

Ein Fliesengarten, in dem es eigentlich kein Grün gibt, erwärmt sich im Sommer. Die Hitze strahlt buchstäblich von ihm ab. Grün absorbiert die Wärme, wodurch die Umgebung deutlich kühler wird. Vor allem Bäume sind hier gut geeignet; sie sorgen gleichzeitig für Schatten und verdunsten relativ viel (kühlendes) Wasser über das Blatt.

Weniger Wasserüberlastung

Wenn ein Garten komplett gepflastert ist, kann Regenwasser nirgendwohin. In Städten, in denen es ohnehin mehr Verdichtung gibt, führt dies dazu, dass bei starken Regenfällen das Wasser allesamt in den Abwasserkanal fließt, was zu Überschwemmungen führt. Grüne Gärten wirken wie ein Schwamm; Wasser wird langsam aufgenommen und füllt den Grundwasserspiegel wieder auf.

Gut für die Biodiversität

Indem Sie Raum für Pflanzen schaffen, helfen Sie Insekten, Vögeln und anderen Gartentieren. In den Niederlanden gibt es immer weniger ‚Natur‘, in der sie Nahrung finden, sich ausruhen oder fortpflanzen können. Indem wir so viele Gärten, Dächer, Fassaden und Böschungen wie möglich für Grün nutzen, schaffen wir Raum für Biodiversität. Denn keine Bienen, kein Obst; keine Insekten, kein Futter für Vögel. Alles hängt zusammen.

Lesen Sie hier mehr über Biodiversität.

Glücklicher in einer grünen Umgebung

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Natur und das Gärtnern positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Glücksgefühl haben. Sind Sie auch vom Nutzen von mehr Pflanzen im Garten überzeugt und legen Sie los? Unsere Tipps für einen grünen Start.

Tipp 1: Sorgen Sie für einen gesunden Boden

Beim Entfernen von Fliesen kommt ein Sandbett zum Vorschein. Je nachdem, wie dick die Sandschicht ist, können Sie einen Teil abtragen oder mit dem darunter liegenden Boden umgraben. Bereichern Sie den Boden mit Kompost, damit neue Pflanzen einen gesunden Nährboden haben, der auch Wasser speichern kann.

Bodenstruktur

Mit Bepflanzung im Garten erhält der Boden eine offene Struktur, wodurch Wasser besser versickern kann. Wurzeln lockern den Boden, genau wie das Bodenleben. Denken Sie zum Beispiel an Würmer, die Gänge graben und Pflanzenreste in Nahrung für Pflanzen umwandeln.

Nährstoffe

Indem Sie den Garten regelmäßig mit organischen Düngemitteln versorgen oder eine Schicht Kompost aufstreuen, halten Sie den Boden gesund. Und ein gesunder Boden sorgt für gesunde Pflanzen.

Lesen Sie hier mehr über gesunden Boden.

Tipp 2: Wählen Sie verschiedene Pflanzen

Mit weniger Fliesen haben Sie mehr Bodenfläche für Bäume, Sträucher, Kletterpflanzen, Stauden, Einjährige, Blumenzwiebeln, Gras …

Hohe und niedrige Pflanzen

Sorgen Sie für eine Vielfalt an Pflanzen, in der Höhe und in der Blütezeit. Pflanzen mit unterschiedlichen Höhen sind attraktiver anzusehen, sie machen einen Garten spannender. Sorgen Sie also auch für einen Baum.

Lesen Sie hier mehr über das Erstellen eines Bepflanzungsplans.

Blumen für Tierchen

Wenn im Garten immer etwas anderes blüht, ist das nicht nur schön anzusehen, sondern sorgt auch für längere Zeit für Nahrung für Schmetterlinge und Bienen. Und immergrüne Sträucher und (Kletter-)Pflanzen bringen im Winter Farbe und sind gleichzeitig ein schöner Unterschlupf und Futterplatz für Vögel.

Natürliches Gleichgewicht

Verschiedene Pflanzen sind gut für das natürliche Gleichgewicht im Garten. Die Buchsbaumkrankheit hatte so einen Einfluss (hatte), weil es in viel zu vielen Gärten Buchsbaumhecken gab. Wenn wir mehr Pflanzen variieren, haben Krankheiten auch weniger Chancen. Außerdem ziehen verschiedene Pflanzen verschiedene Tierchen an. Marienkäfer sorgen zum Beispiel für weniger Blattläuse. Und haben Sie einmal eine Plage? Bekämpfen Sie diese am besten mit natürlichen Feinden.

Gehen Sie zu unseren natürlichen Schädlingsbekämpfern.

Tipp 3: Kleine Ideen zum Begrünen

Fassadenbegrünung

Für eine Fassadenbegrünung müssen Sie nur einen kleinen Streifen Fliesen entfernen. Einige Gemeinden gewähren sogar Zuschüsse für Fassadenbegrünungen! Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde nach den Möglichkeiten.

Ideale Pflanzen für eine Fassadenbegrünung sind Kletterpflanzen. Indem sie die Fassade bedecken, vor allem im Sommer, wenn sie voll im Blatt stehen, sorgen sie gleichzeitig für Schatten und Kühlung der dahinterliegenden Wand. Lieber etwas anderes? Eine Wand oder ein Sichtschutz auf der Südseite ist sehr gut geeignet für Obstbäume. Eine Feige oder ein Spalierobst gedeiht hervorragend an einer warmen Wand.

Gründach

Nicht nur auf dem Boden, sondern auch auf Dächern kann mehr Grün entstehen. Aus einem Flach- oder leicht geneigten Dach können Sie ein Sedumdach machen. Zum Beispiel auf einem Schuppen, einer Garage oder einem Vordach. Ein Sedumdach wird meist mit vorgefertigten Fliesen oder Matten angelegt, die ausgerollt werden. Ein Gründach, bestehend aus Sedum oder Sukkulenten:

  • strahlt keine Hitze ab
  • wirkt isolierend für den darunter liegenden Raum
  • nimmt Wasser auf
  • ist attraktiv für Insekten

Lesen Sie hier mehr über Gründächer und Dachterrassen.

Trittsteine

Pflastern Sie nicht den gesamten Gartenweg, sondern entscheiden Sie sich für Trittsteine. So kommen Sie auch ‚trocken‘ auf die andere Seite. Trittsteine sind schön im Gras oder zwischen niedrig bleibenden Bodendeckern.

Lesen Sie hier mehr über Trittsteine.

Pergola

Auf der Suche nach Abkühlung im Sommer? Schatten auf der Terrasse erhalten Sie auch mit einem Dachbaum oder indem Sie eine Pergola mit Kletterpflanzen begrünen lassen.

Tipp 4: Mehr Grün, weniger Arbeit

Für alle, die Angst vor zusätzlicher Gartenarbeit haben, wenn Sie begrünen: Mit den richtigen Pflanzen und Materialien muss ein grüner Garten nicht viel Arbeit machen.

Wenn Sie zweimal im Jahr durch den Garten gehen – schneiden, Unkraut jäten, Pflanzen stützen oder anbinden, düngen – und eventuell eine automatische Bewässerungsanlage anlegen, dann haben Sie die größten Aufgaben schon erledigt! Außerdem benötigen Fliesen auch Pflege: Es entsteht grüner Belag; es wächst Unkraut zwischen den Fugen; der Boden ‚bewegt‘ sich, wodurch Teile absacken oder hochkommen und Sie neu pflastern müssen.

Lesen Sie hier mehr über einen pflegeleichten Garten.

Vorteile grüner Außenräume auf einen Blick:

  • Schutz vor Hitzebelastung
  • hilft, Wasserüberlastung zu vermeiden
  • hat einen positiven Einfluss auf die Biodiversität
  • macht Menschen glücklicher

Schauen Sie sich unsere Bäume, Sträucher, Gartenpflanzen oder vorgefertigte Rabattenpakete an und begrünen Sie auch Ihren Garten!

Begrünen

Wilde Grasstreifen zwischen Pflasterung als Statement; das ist erst Begrünen! RHS Chelsea Flower Show 2016.
Reaktionen
Fiona
2024-04-02 09:00:03
Was für tolle Tipps, gleich nach der Woche des grünen Gartens. Da machen wir uns gleich an die Arbeit.

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